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Global Economy | Straffe Kontrolle des Geldvolumens | Anlage in Gold

Global Economy

Alarmbotschaft folgt Alarmbotschaft in den Medien: Die Welt-Wirtschaft befindet sich in einer tiefen Krise: Bilanzschwindel und andere Betrügereien in den vornehmsten Vorstandsetagen sind alltäglich geworden, die Börsen befinden sich auf Talfahrt, zahlreiche Unternehmen und sogar Länder, ja sogar Kontinente (siehe Südamerika) sind von Pleite bedroht und gefährden die Bonität der Banken, wie auch die Zahlungsfähigkeit der Versicherungen. Die Folgen sind unabsehbar. Doch das Szenario hat ein Element von Deja-vu. Wird sich 1929 wiederholen?

Besonders erschreckend ist, dass die Stabilität der wichtigsten Weltwährungen wie des $ und des Euro nicht mehr gegeben ist. Amerika produziert enorme Leistungsbilanzdefizite, wogegen der Euroraum durch die Nichteinhaltung der Kriterien des Maastrichter Stabilitätspaktes glänzt. Von den Gründungsmitgliedern des Euro wurde nicht erkannt, dass - bedingt durch die Entscheidungsfreiheit der einzelnen Mitgliedstaaten, die alle mit hohen aber unterschiedlichen sozialen Ausgaben um die Wählergunst buhlen - unterschiedliche Inflationsraten resultieren, wodurch auch die Europäische Zentralbank matt gesetzt wurde. Erhöht sie den Leitzins, ist dies ein probates Mittel, um die Inflation in Ländern wie Irland und Portugal - wo die Inflation bereits ausgeprägt ist - zu stoppen, doch wärde sie gleichzeitig eine konjunkturelle Bremse für andere Länder wie z.B. Deutschland bedeuten. Soll die Bank die Inflation stoppen, und gleichzeitig die Konjunktur ersticken? Sollen Regierungen Reife zeigen, das Budgetdefizit zügeln und darauf als Dank vom Wähler abgewählt werden? Der Euro ist krank, weil er bereits bei der Geburt mit diesen unwägbaren und nicht zu bewältigenden Problemen behaftet war.

Der Druck der größeren Mitglieder des Euroraumes auf die Europäische Zentralbank bezüglich der Herabsetzung des Leitzinses wird so lange nicht von Erfolg gekrönt sein, solange manche Mitglieder noch mit einer Inflationsrate von 4,5 % zu kämpfen haben. Es wäre nämlich eindeutig ein Etikettenschwindel, wenn man bei einer jährlichen Inflationsrate von 4,5%, wie zum Beispiel in Portugal, den Leitzins der europäischen Zentralbank, der für alle Mitgliedstaaten gilt, von der derzeitigen Höhe von 3,25% weiter herabsetzen würde. Mit so einem Schritt würde man nicht für den Euro Stabilität schaffen, sondern die Inflation anheizen und somit seinen Wert noch weiter herabsetzen. Dieses konkrete, aus dem Leben gegriffene Beispiel zeigt, dass das Grundkonzept des Euro mangelhaft ist, und nie den in ihn gesetzten Erwartungen gerecht werden kann.

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Anlage in Gold:

Wie kann man sich als Anleger vor dieser Krise schützen? Nur durch Investition in eine Anlageform, die ihren Wert nie gänzlich verlieren kann, nämlich Gold. Gold hat seit Jahrtausenden einen immanenten Wert und wird auch für die Zukunft die einzige sichere Anlageform sein, die sich auch in Krisenzeiten bewährt, denn sobald die Anleger merken, dass die Zentralbanken z.Z. den Goldpreis künstlich niedrig halten, wird dieser sprunghaft ansteigen.

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Andere Vorschläge zur langfristigen Werterhaltung der Kapitalanlage:

Zum Beispiel der "Plan zur Aufwertung des Finanzplatzes Liechtenstein" aus der Zeitung "Die Weltwoche" Nr. 38/77, bereits veröffentlicht vor 25 Jahren in dieser Züricher Zeitung:

"Einer der Gründe für die Einäscherung des Währungsabkommens von Bretton Woods war die Erkenntnis, dass bei unterschiedlicher Entwicklung der Inflationsrate in den wichtigsten Handelsländern nur freie Wechselkurse die Bildung von Zahlungsbilanzungleichgewichten verhindern können. Es war beabsichtigt, dass der jeweilige Kurs einer Währung durch den Einfluss des freien Marktes bestimmt und somit automatisch das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage hergestellt würde. Obzwar verschiedene Länder auch danach noch eine gewisse Bindung zwischen ihren Währungen aufrecht erhielten, entschloss sich die Schweiz zu einer unabhängigen Stellung.

Im Juni 1976 befanden sich die eidgenössischen Behörden jedoch in einem Dilemma. Sollten sie gemäss marktwirtschaftlichen Prinzipien den Kurs der Schweizer Währung weiter ansteigen lassen und damit den Realwertzuwachs des Frankens begünstigen (ein Vorteil für Konsumenten und Anleger, aber ungünstig für die Konkurrenzfähigkeit der schweizerischen Exportindustrie), oder lieber durch Stützung der Fremdwährungen eine, gegensätzliche Kursentwicklung fördern? Die zuständigen Stellen entschlossen sich zu einer interventionistischen Politik. Und so stieg der Kurs der D-Mark innerhalb eines Jahres von 92 auf 107, trotz der höheren Inflationsrate in der Bundesrepublik.

Wegen dieser anachronistischen Entwicklung wurden in der Schweiz Stimmen laut, die eine Trennung der Funktionen des Schweizer Frankens in Finanz- und Kommerzfranken forderten, analog zu den belgischen Verhältnissen. Es folgte jedoch bald die Ernüchterung, weil anerkannt wurde, dass nur ein System rigoroser Devisenbewirtschaftung eine solche Trennung ermöglicht und solch eine Einschränkung der Freiheit für die Schweiz unzumutbar wäre. Da es nicht einmal dem Schweizer Franken erlaubt ist, den internationalen Wertschwund zu registrieren, besteht Bedarf nach einer Währung, die diesen Zweck erfüllen kann und in der ein Anleger ruhigen Gewissens sein Geld investieren kann, ohne einen Wertschwund durch die Weltinflation befürchten zu müssen.

Eine Währung des Landes Liechtenstein, die als Teil des schweizerischen Zollgebiets beinahe alle Beschaffenheit aufweist, die für die Beliebtheit des Schweizer Frankens verantwortlich ist, würde diesem Zweck am besten entsprechen. Bei einer neuen Währung besteht der Vorteil, dass man die Finanz- leicht von der Handelsfunktion trennen kann. Besonders in diesem Fall, wo man den Schweizer Franken für alle Handelstransaktionen weiterhin beibehalten würde. Die neue Währung, die man Liechtensteiner Taler taufen könnte, wäre gewissermaßen ein Investmentfonds, dessen Aktiva die für ihn bezahlten ausländischen Zahlungsmittel darstellen würden.

Ein grundlegender Unterschied wäre jedoch, dass der Besitzer dieser Währung - im Gegensatz zum Anteilseigner - kein Eigentumsrecht auf den «Fonds», in diesem Fall die Währungsreserven, ausüben könnte. Ferner würde diese Währung bald nach Emission sicherlich mit einem Agio über den Reservewert gehandelt werden, wegen ihrer Monopolstellung als Finanzwährung innerhalb des Schweizer Zollgebiets.

Die Tatsache, dass mancher Investmentfonds sein Vermögen in Devisen anlegt, zeigt einerseits, dass diese Form der Anlage gewinnbringend sein kann. Anderseits, dass wegen des Mangels an interessanten Investitionsmöglichkeiten an den Börsen die neue Währung für manche als attraktives Anlageobjekt gelten würde. Dies um so mehr, weil sie als einzige der Welt weder von Defiziten des Warenverkehrs noch des Haushalts beeinflusst wäre, dieselben bei anderen Währungen mittels eines Kursanstiegs aber registrieren würde.

Auch könnte man wegen des hohen Deckungsgrades der Auflage durch Reserven unnütze Schwankungen vermeiden. Die Auswirkungen einer solchen Entwicklung wären für alle Beteiligten günstig. Der aktuelle Zufluss ausländischen Geldes könnte das Fürstentum als Finanzplatz aufwerten und dadurch viele Probleme lösen. Die Anleger, sowohl Schweizer als auch Ausländer, hätten endlich nicht nur eine wirksame Verteidigung gegen die Geldentwertung, sondern würden von der Geldentwertung anderer Länder sogar profitieren.

Die Schweizer Banken, falls Mitglieder des Konsortiums, könnten eine größere Emissionstätigkeit entfalten, nicht nur in der neuen Währung, sondern auch in allen gängigen Fremdwährungen, weil sie über zusätzliche liquide Reserven verfügen würden. Dasselbe gilt für Haftungen und das gesamte Kreditgeschäft. Letztendlich würde es auch Vorteile für die Eidgenossenschaft bieten, da der Zufluss ausländischen Hortungskapitals, der den Exporteuren schadet, gebremst werden könnte, und zwar ohne Anwendung drakonischer Maßnahmen wie die der Negativzinsen.

Straffe Kontrolle des Geldvolumens

Das Verhältnis des Geldvolumens zu den Reserven wird äußerst hoch sein. Der eingezahlte Gegenwert der neuen Talerauflage in Fremdzahlungsmitteln würde bereits eingangs annähernd einen 100%-Deckungsgrad gewährleisten, wodurch das Verhältnis des Geldvolumens zu den Reserven höher wäre als sonst eine Währung in der Welt. Da die Konsortialbanken (Geschäftsbanken) nicht das Recht haben, in der Landeswährung (Liechtenstein-Taler) neuen Kredit zu schaffen, sondern nur in landesfremden Zahlungsmitteln, würde die internationale Liquidität erhöht, aber nicht das Volumen des Taler-Angebots.

Der eingezahlte Gegenwert der neuen Talerauflage in Fremdzahlungsmitteln würde bereits eingangs annähernd einen 100%-Deckungsgrad gewährleisten."

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